Weg mit dem Babyspeck

Kennt ihr das? 

Wenn man sich nicht wohlfühlt in seiner Haut? Wenn alles nach Veränderung schreit? 

Im Moment schmerzt mich jeder Blick in den Spiegel! Wirklich! Es treibt mir teilweise die Tränen in die Augen.

Ja, ich habe zwei Kinder geboren und ja, sowas hinterlässt halt manchmal Spuren.Und ja, trotzdem sollte ich stolz sein, auf mich, meinen Körper und die Leistung, die er vollbracht hat. 

Aber dennoch; da sind mittlerweile einfach Kilos, die sich so unförmig positionieren, dass einfach kein Kleidungsstück an mir gut aussieht. 

Gefühlt zumindest. 

Oder liegt es an der Mode? Passt die Mode derzeit nicht zu meinem Körper? 

Oberteile, die jedes noch so kleine Speckröllchen am Bauch betonen. Hosen, die genau unter der dicksten Speckrolle geschlossen werden, um sie noch mehr hervorzuheben. Kleider, die sich durch ihre Stoffe so eng anschmiegen, dass man sich fast nackt fühlt. (Ich in “Des Kaisers neue Kleider“ – nein Danke!)

Liebe Modeindustrie könnt ihr da was machen!?

Es ist vermutlich ein Mix aus beidem. 10Kilo zu viel (je 5 pro Kind könnte man sagen) lassen sich nicht wegreden. Die Rollen am Bauch sind da. 

Dagegen werde ich jetzt etwas tun. (Wenn ich nur wüsste was am Besten!? ) Sport (LaufMamaLauf  = fit mit und Dank Baby!) weniger Süßes, mehr Bewegung im Allgemeinen und so hoffentlich den Körper straffen sind so meine ersten Pläne. 

Tipps in Sachen “wie trimme ich mich auf Obst, Gemüse und Rohkost zwischendurch“ nehme ich super gerne an. (Kommentare/Mail,…) Da hapert es nämlich noch gewaltig an der Umsetzung, da ich a) vieles an Obst nicht sooo super gerne mag, b) ich zwischendurch lieber nasche, als mir einen gesunden Teller fertig zu machen und c) so das meiste Obst/Gemüse irgendwann überreif ist und nicht mehr schmeckt. 

Ich bin einfach ein Weingummi/Schoki – Junkie. Grundsätzlich steh ich dazu. Aber hier muss jetzt ein Cut her. 

Wir lesen uns – Hoffentlich auf meinem Erfolgsweg!

Eure Suse

K wie Karneval 

Karneval – eigentlich eine Möglichkeit, mich am Kostüm der Maus kreativ auszutoben. Nähen, das können wir direkt einmal festhalten, kann ich nicht. Mein Werkzeug sind Farben, Stifte, und Pinsel. Kleber, Papier oder Filz und verschiedene andere Materialien, die ich so zuhause finde. Ich krame ich mir alles nach Lust und Laune zusammen.

Jedes Jahr entsteht auf diese Weise ein zum Thema der Kita passendes Kostüm.

Dieses Jahr dreht sich in der Kita alles rund um Pippi Langstrumpf. Die Maus hat sich nach langem Hin und Her (Pilz, Meerjungfrau, Herr Nilsson,…) letztendlich auf den Kostümwunsch’kleiner Onkel‘ festgelegt – okay, zeitweise wird ‚kleiner Onkel‘ zu ‚Sabrina‘. Ihr versteht? Aber egal, Pferd ist Pferd. Die Punkte lass ich mir aber nicht nehmen.

Halten wir fest, welche Materialien ich da habe:

  • Weiße Leggins
  • Weißes Shirt (LA)
  • Textilfarbe flüssig (schwarz)
  • Wolle (Reste Grau, Schwarz, Beige, was sich so findet)
  • Haarreif (im besten Fall Weiß, meiner ist rosa)
  • Filz (Weiß und Schwarz)
  • Flüssigkleber (mir kommt nur roter Tesa Kleber ins Haus)
  • Schere
  • Pappe zum Einschieben in Shirt und Leggins

Mal ein paar der Materialien, die ich zusammengekramt hatte. Die rosane Wolle kam später doch nicht zum Einsatz und das weiße Shirt hing zum Fotozeitpunkt noch auf der Leine.

Und dann kann es losgehen. Shirt und Leggins werden nach Belieben mit schwarzen Punkten versehen. Schimmel eben.

Nach dem Trocknen der Farbe fixiere ich die Punkte nach Anleitung mit dem Bügeleisen.

Dann geht es weiter mit der Mähne.

Am Haarreif befestige ich zuerst meine zugeschnittenen Ohren aus Filz. Dazu schneide ich zwei länglich, spitz zulaufende Ovale aus weißem Filz. Diese schneide ich, etwa mittig, an der langen Seite bis zur Mitte ein. Ich überlappe nun die zwei Hälften (an der überlappenden Stelle mit Kleber fixieren) und fixiere das Ohr am Haarreif.

Kurze Bildanleitung zum hoffentlich leichteren Verständnis. :)

Dann knote ich nach und nach Strähne um Strähne zwischen den Ohren fest. Vorn ponykurz, hinten lang – mit etwas Spiel in den Längen für die Natürlichkeit.
Die einzelnen Knoten fixiere ich, knotenderweise mit einem Faden aus der Mähne von links nach rechts (Art Freundschaftsband, wer sich erinnert)

Hier mal ein Blick auf die Knötchen. Ich hoffe, es hält. Aber den ersten Tobemarathon hat es schon überstanden. Ich bin also guter Dinge.

Danach einmal aufprobieren und am Modell zurechtzupfen.

Der ‚kleine Onkel‘ ganz stolz…

Den Schweif schneide ich aus der gleichen Wolle wie die Mähne. Ich achte auf etwas Spiel in der Länge und verknote die Fäden mehrfach (etwa 5cm Spiel nach oben) mit einem festen Faden.

Den Knoten nähe ich hinten (mittig/oben) an der Leggins fest.

Einmal die Rückansicht mit festgenähtem Schweif

Wer mag, kann die Bündchen an Leggins und Shirt noch mit Hufen aus schwarzem Filz versehen.

Fertig ist das Kostüm ‚kleiner Onkel‘.


Viel Spaß beim Nachbasteln!

(Falls ihr das Kostüm nachbastelt, lasst es mich gerne wissen. 😊 Ich freu mich dann total über Beiträge und/oder Bilder, aber auch über Feedback, ob euch meine Anleitung geholfen hat!)
Eure Suse

Von Träumen, Gedanken und anderen Hirngespinsten…

Alle paar Monate, Jahre – in unregelmäßigen Abständen holt sie mich ein. Die Frage nach dem “Was will ich eigentlich?“ 

Ich werde unruhig, überlege, was ich kann (und zerrede mir die Ideen im Kopf, da meine Fähigkeiten meiner Meinung nach ja doch nicht ausreichen) und mir fällt so viel ein, was ich probieren könnte. 

Aber probiert man mit 32Jahren noch aus? Wenn man Familie hat, kleine Kinder? Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im altbewährten Konstrukt Sinn macht!?

Überwinden können werde ich mich wohl nicht zu einer dieser (fixen?) Ideen. 

Selbstzweifel, Angst vor Versagen, vor mangelnder finanzieller Sicherheit und die Sorge, doch nur Luftschlösser ohne Aussicht auf (wirklichen) Erfolg im Kopf zu haben, führen dazu, dass ich meinen bisherigen Weg weitergehe. So wie der Trott des Lebens es für mich bestimmt – geradeaus, bloß nicht abbiegen.

“Du hast so einen schönen Beruf gelernt“, höre ich, wenn ich eins meiner Luftschlösser mal in Worte fasse, andere daran teilhaben lasse. “Man kann nicht immer weglaufen“, sagt eine andere Stimme. Aber laufe ich weg? “Es ist zu unsicher, wir sind auch auf dein Gehalt angewiesen“, sagt eine weitere Stimme. Sie haben alle Recht, irgendwie. Jede auf ihre Weise.

Und dennoch. Man lebt doch nur einmal. Wenn man es nie versucht, wird man es vielleicht bereuen. Rückblickend aufs Leben hatte man dann einen Beruf, der, so schön er auch sein kann, nie das Gefühl der Berufung ausgelöst hat (und wenn, gab und gibt es Menschen, die diese Gefühl gern zunichte machen)

Ich werde meinen Gedanken noch ein wenig weiter nachgehen. Denn noch hab ich die Zeit. Elternzeit. Eigentlich für die kleine Maus. Aber wenn sie schläft, kann ich meinen Gedanken nachgehen und Beiträge wie diesen hier schreiben. 

Habt ihr Träume? In beruflicher Hinsicht? Habt ihr euch überwunden und lebt euren Traum schon? Lasst mich an euren Geschichten teilhaben. Ich bin so neugierig, wie es anderen in der Situation geht. Schreibt mir gern, ob hier in den Kommentaren oder per mail an maus.motte@gmx.de Vielleicht habt ihr sogar Lust einen eigenen Beitrag zum Thema zu verbloggen? Dann freue ich mich, wenn ihr diesen Beitrag rebloggt oder ihr mir eine kurze Info zu eurem Beitrag zukommen lasst! 

Eure Suse

Ungewohnt später Jahresstart – aber dafür könnt ihr gewinnen! [Gewinnspiel]

Tja, da ist er nun, mein erster Blogbeitrag 2017. Ende Januar. Wow!

Geplant war anderes. Irgendwie.

Normalerweise wollte ich vor Weihnachten ein Gewinnspiel starten. Gut, nun wird es das wohl anlässlich meines Geburtstages geben. Ich beschenke also EUCH! Ist doch auch mal nett, oder?

Gewinnen könnt ihr Folgendes:

 

  • 3tlg. Set „Räuber“(Teller, Kinderteller & Tasse 0,3l)
  • 2tlg. Set „Eule“ (Teller & Kinderteller)
  • 2tlg. Set „Dino“ (Teller & Tasse 0,2l)
  • Tasse „Zauberer“ (0,3l)
  • Kinderteller „Monster“

 

Das Geschirr ist aus hochwertigem Melamin gefertigt und somit spülmaschinengeeignet. Es darf jedoch NICHT in die Mikrowelle!

Zum Teilnehmen müsst ihr bitte rüber zu instagram huschen und dort den entsprechenden Beitrag *KLICK* liken. Hinterlasst einen Kommentar unter dem Gewinnspielpost, in dem ihr schreibt, über was ihr euch am Meisten freuen würdet, damit ich das bei der Auslosung berücksichtigen kann. (Ihr dürft im Kommentar zudem GERNE einen oder mehrere Freunde markieren, die sich auch freuen würden!)

Ich freue mich darüber, wenn euch mein Profil bei instagram gefällt und ihr mir folgt, das ist aber keine Bedinung für eine Teilnahme am Gewinnspiel.

Wer den Beitrag in seinem Profil teilen mag, darf das gerne tun.

Teilnehmen darf jeder, der mag. Aber ACHTUNG! Die Portokosten in Deutschland übernehme ich, die Differenz zu den Portokosten ins Ausland müssen die Gewinner selbst tragen!

Jeder Teilnehmer erklärt sich automatisch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden!

Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Instagram, wordpress oder sonstigem. ;) Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Hals- und Beinbruch Part II

Hier habe ich euch vom Armbruch der Großen erzählt.

Allerdings ging die Geschichte noch weiter.

Zuersteinmal habe ich (bisher) knapp zwei Tage alleine mit beiden Kindern zuhause recht gut überlebt. Ich hatte wirklich Respekt davor. Das Baby mit seinen Bedürfnissen, die Große mit Handicap Gipsarm und mindestens ebenso großen Bedürfnissen stellten mich doch vor eine gedankliche Herausforderung, so dass ich erstmal alles drumherum wegrationalisierte. Allem voran: Auszeiten für mich. (Wer braucht die schon?)

Danach kam der Haushalt an die Reihe. Obwohl, ich habe an Tag 1 die Wäsche geschafft, das Erdgeschoss gesaugt und die Spülmaschine ausgeräumt. Jippieh!

An Tag 1 bin ich abends nur noch platt aufs Sofa gefallen und kurz darauf ins Bett gewandert. Dabei war es gar nicht schlimm. Das Baby wurde bekuschelt, bespaßt, gefüttert und gewickelt, die Große konnte mit Malen, Kassette hören, Uno spielen und ein wenig Fernsehen gut beschäftigt werden und ich selbst durfte zwischenzeitlich auch malen (als die Große malte – eine halbe Auszeit! Yay!)

An Tag 2 ging es ähnlich weiter. Allerdings war das Baby unruhiger, dadurch fielen meine Zeitfenster für die Große kleiner aus, so dass diese langsam ungeduldig wurde. Ich parkte sie kurzzeitig vor dem Fernseher. Als ich ihn wieder ausschaltete, änderte sich die eben noch so gute Laune der Großen. Sie verzog das Gesicht vor Schmerzen und ich schaute mit ihren Gipsarm genauer an. Wirkten die Finger dicker, waren sie gar blau?

Ich beschloss, ihr erneut Fiebersaft zu geben, damit wenigstens die Schmerzen weniger wurden. Die Große legte sich daraufhin freiwillig ins Bett und schlief kurz darauf ein. Ich beschloss, ins Krankenhaus zu fahren, sobald der Göttergatte von der Arbeit käme und das ganze abklären zu lassen, wie es auf dem schlauen Zettel aus dem Krankenhaus stand. (Schwellung, Blau werden, Schmerzverschlimmerung,…)

Es war eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausstellte. Denn neben einer ziemlichen Engstelle am Gips, die der Arzt doch mit etwas Kraftaufwand auseinanderbiegen musste stellte sich heraus, dass nur einer der beiden Knochen gebrochen war. Und so gingen wir nicht nur mit andersfarbigem Gips (der jetzt farblich auf den schon abgeknabberten Nagellack abgestimmt ist) nach hause, sondern auch mit kürzerem. Und glücklichem Kind, mit weniger Schmerzen. Es ist deutlich entspannter und der Kita ab nächster Woche steht nichts entgegen – bisher. Ich hoffe, das bleibt auch so. Die Große freut sich doch schon so darauf.

Eine Bitte habe ich aber: Lass es unseren ersten und einzigen Bruch gewesen sein. DANKE!

Hals- und Beinbruch

Ein gebrochener Arm, ein gebrochenes Bein, Gehirnerschütterung – alles Dinge, vor denen ich als Mutter Angst habe, seitdem unsere Tochter laufen kann.

Ich gebe zu, grundsätzlich bin ich sehr entspannt. Unsere große Tochter ist immer schon sehr aufgeweckt und bewegt sich gerne und viel. Mein Mann und ich waren uns einig, sie in ihrem Forscherdrang nicht zu bremsen und sie ihre eigenen (auch schmerzhaften) Erfahrungen sammeln zu lassen. So durfte sie stürzen, ohne dass wir wie aufgescheuchte Hühner hinter ihr herliefen, um die Stürze im schlimmsten Fall im Ergebnis noch schlimmer ausgehen zu lassen, als ohne unsere „Hilfe“. Außerdem hatte sie Oma und Opa für diese Fälle, die inklusive lautem Aufschrei meist den letzten „Schubs“ zum Sturz lieferten. (Entschuldigt, aber so ist es. Ihr seid trotzdem toll!)

So verliefen aber dennoch die meisten Stürze sehr harmlos. Eine Beule hier, ein blauer Fleck da – manchmal auch ein Sturz auf den Kopf, zum Glück immer ohne schwere Folgen.

Stürze sind hier meist eine Folgeerscheinung von Albernheit, Übermut und/oder Müdigkeit. Letztere war wohl auch schuld, als sie letztens von der Leiter fiel. Am Schaukelgerüst.

Den Schrei werde ich wohl nie vergessen. Nicht so laut und übertrieben, wie sie sonst gerne weint. Nein, laut und schrill und lauter werdend. Wir waren nicht dabei, als sie stürzte. Haben es nicht gesehen. Sie war im Garten und kam weinend zu uns gelaufen. Der Arm hing schlaff herunter. Sie sei von der Leiter an der Schaukel gestürzt, von der 3. Stufe. Die große Maus ließ sich kaum beruhigen.

Meine Gedanken fuhren Achterbahn. Sie übertreibt doch sicher. Scheiße, dass kann doch eigentlich nur gebrochen sein oder? Und nun? Krankenhaus? Abwarten?

Wir entschlossen uns zu kühlen und zu beobachten. Mein Mann machte das Essen warm, wir setzten uns an den Tisch. Die Tränen der Großen liefen weiter, Schmerz verzehrte ihr Gesicht. Ich schlang mein Essen herunter (Rabenmutter), die große verschmähte das Essen. Dann packte ich sie ins Auto, schmiss noch eine Flasche Wasser in meine Tasche, damit wir wenigstens was zu trinken hätten, falls es länger dauert und fuhr mit ihr ins Krankenhaus.

Dort angekommen war sie so tapfer, so geduldig, so erwachsen. Meine Große. Beim Warten schlief sie fast ein, immer auf meinen Schoß gekuschelt, sich bei mir in Sicherheit wiegend. (Und doch immernoch so klein)

Wir wurden schon bald aufgerufen. Nach der ersten Kontrolle durch einen Arzt wurden wir zum Röntgen geschickt – von dort ging es wieder runter in die Notaufnahme. Nach einem kurzen Blick auf den Monitor und die Röntgenbilder des Arms erklärte uns der Arzt, dass der Arm gebrochen sei und erklärte mir, dass ein Bruch bei Kinderknochen anders ist, als der eines Erwachsenen. Er zeigte mir die Wölbungen, die sich am Knochen zeigten – deutlich sichtbar.

Gips. Scheiße. Wie lange?

3-4 Wochen muss er bleiben. Der Kinderarzt kontrolliert nach 3 Wochen, evtl. reicht das schon – ansonsten eben 4 Wochen. Mist. Und der Kindergeburtstag, auf den sie eingeladen ist? Kann sie in die Kita gehen?

„Der Arm wird bis zur Schulter eingegipst werden. Kita klar, aber gucken Sie, wie sie es schafft, der Gips ist schwer. 24 Stunden muss er aushärten.“

In meinem Kopf war klar – diese Woche geht es nicht mehr in die Kita. Für die große würde eine Welt zusammenbrechen. Jeder Tag ohne Kita ist für sie eine Strafe. :D Ich behielt es erstmal für mich.

Den Gips ließ sie sich ganz tapfer anlegen. Nicht ein Zucken, kein Murren, kein Jammern. Interessiert guckte sie zu, wie Schicht für Schicht um den Arm gewickelt wurde, merkte an, wenn etwas Gips auf Stellen kam, wo keiner hingehörte und beobachtete weiter. Zum Schluss stellte sie fest, dass das Ding ganz schön schwer ist. Wir verabschiedeten uns, wünschten einen ruhigen Dienst und fuhren nach hause.

Zuhause angekommen wurde der Gips stolz gezeigt. In Quietschrot, fast Pink fiel er super auf. Danach ging es ins Bett, hundemüde, fix und fertig war sie.

Gegen 23.30 Uhr der Aufschrei. Schmerzen. Scheiße. Ich Rabenmutter. Ich gab ihr Fiebersaft. Danach schlief sie relativ schnell und ruhig ein und gut durch.

Ich stelle fest: Ein Bruch ist nichts, was ich brauche. Ein Bruch ist etwas, auf dessen Erfahrung ich gerne verzichtet hätte. Aber mein Wildfang hatte andere Pläne. Und wir machen das beste daraus.

 

 

 

Regeln

…sind dazu da, gebrochen zu werden. 

Zumindest hat es in unserer Gesellschaft scheinbar einen großen Wandel gegeben, was das Einhalten von Regeln betrifft und vorallem, dass man es seinen Kindern auch so vorlebt. 

Wir waren heute im Tierpark. 

Bei den Erdmännchen kann man toll zusehen, die kleinen Kerlchen sind so drollig und so standen wir dort eine kleine Weile, als eine weitere Familie an die andere Seite des Geheges trat. Vater, Mutter und 3Kinder – schätzungsweise 5-9Jahre alt. 

Als sie begannen, die Erdmännchen mit irgendetwas zu füttern  (vermutlich  (Toast-)brot) stockte mir der Atem. Gab es das „Bitte nicht füttern“ – Schild auf der Seite nicht? 

Ich motivierte meine Große, die Seite zu wechseln und stellte mich neben die Familie. Ich beobachtete kurz, wie das Füttern fleißig weiterging, suchte nach dem Schild (und sah es sofort) und sprach die Kinder dann direkt an: „Dass Füttern hier verboten ist, habt ihr gesehen? Wenn ihr noch länger was von den Tieren haben wollt, solltet ihr das besser lassen, die können von falschem Futter nämlich richtig krank werden!“

Blick der Kinder zu den Eltern, beschwichtigender Blick des Vaters – und weiter ging es mit dem Füttern. Ich war fassungslos (und bin es auch noch) und bin froh, dass wir die Regeln, die im Alltag und in solchen Situationen so für uns gelten, auch unseren Töchtern vermitteln.

Aber nach dem heutigen Tag ist mir vieles in Sachen „respektlosem Verhalten von Kindern und Jugendlichen“ klarer geworden. 

Eltern, werdet wach und seid euren Kindern ein positives Vorbild!